Die Müritz erleben: Top 5 am größten Binnensee Deutschlands
„Das kleine Meer“ nannten die Slawen die Müritz – und wer zum ersten Mal an ihrem Ufer steht, versteht sofort, warum. Das gegenüberliegende Ufer verschwimmt am Horizont, Segel ziehen wie weiße Tupfen übers Wasser, und der Himmel scheint hier einfach eine Nummer größer zu sein. Mit rund 112 Quadratkilometern ist die Müritz der größte See, der vollständig innerhalb Deutschlands liegt – nur der geteilte Bodensee übertrifft sie. Doch das Beste an der Müritz ist: Sie ist erst der Anfang. Über die Seenkette aus Kölpinsee, Fleesensee und Plauer See wird aus einem großen See ein ganzes Wasserreich, das Sie wochenlang erkunden können. Hier sind die fünf Erlebnisse, die dazugehören. Kein Wunder: Die Müritz ist mit Abstand der größte Binnensee Deutschlands.
Top 5: Was Sie an der Müritz erlebt haben müssen
1. Einmal mit dem Boot über den See
Die Müritz vom Ufer aus zu betrachten ist schön – sie vom Wasser aus zu erleben, ist eine andere Liga. Erst draußen auf dem See begreift man die Dimension dieses Gewässers: ringsum nur Wasser, Wind und Weite. Die bequemste Variante ist eine Rundfahrt mit einem der Ausflugsschiffe ab Waren oder Röbel. Unabhängiger sind Sie mit einem Mietboot: Motorboote bis 15 PS dürfen Sie ganz ohne Bootsführerschein steuern – einweisen lassen, ablegen, treiben lassen. Und wer es leise mag, nimmt Kanu oder SUP und folgt dem Schilfgürtel, wo Haubentaucher und Eisvögel zu Hause sind.
2. Sonnenaufgang am Ostufer im Nationalpark
Das gesamte Ostufer der Müritz gehört zum Müritz-Nationalpark – und ist damit eines der wenigen Großsee-Ufer Deutschlands, an dem nichts gebaut wurde und nichts gebaut wird. Wer sich einmal den Wecker stellt und zum Sonnenaufgang an den Beobachtungsständen bei Federow oder Boek steht, wird belohnt: Nebel liegt über dem Schilf, Kraniche rufen aus den Mooren, und mit etwas Glück zieht ein Seeadler im ersten Licht über das Wasser. Solche Momente sind der Grund, warum viele Gäste Jahr für Jahr wiederkommen.
3. Die Seenkette entdecken
Von der Müritz führt der Weg über den Kölpinsee und den Fleesensee bis zum Plauer See – und wer will, fährt über die Mecklenburgischen Gewässer theoretisch weiter bis Berlin oder zur Ostsee. Die Müritz-Seenkette ist eines der schönsten Wasserwanderreviere Europas: Hausboote tuckern gemächlich von Anleger zu Anleger, Segler kreuzen über die großen Becken, Paddler verschwinden in stillen Kanälen. Jeder See hat dabei seinen eigenen Charakter – der Kölpinsee etwa ist deutlich ruhiger als die große Müritz und dafür umso naturbelassener. Genau dort, am Übergang, liegt übrigens Jabel.
4. Fischbrötchen und Hafenflair in Waren
Zu einem Müritz-Tag gehört ein Stopp am Nordufer: Der Luftkurort Waren (Müritz) ist mit seinem Stadthafen, der Flaniermeile und der Fachwerk-Altstadt der lebendigste Ort am See. Hier gibt es das obligatorische Fischbrötchen auf der Hafenmauer, Kaffee mit Blick auf die einlaufenden Boote und mit dem Müritzeum ein erstklassiges Naturerlebniszentrum für Regentage. Was Sie in Waren alles anstellen können, haben wir in einem eigenen Beitrag über die Sehenswürdigkeiten in Waren (Müritz) aufgeschrieben.
5. Einmal rund um die Müritz radeln
Der rund 90 Kilometer lange Müritz-Rundweg führt einmal komplett um den See – durch den Nationalpark, vorbei an Röbel mit seinen bunten Fachwerkhäusern, durch Wälder und über Alleen. Sportliche schaffen die Runde an einem Tag, entspannter sind zwei Etappen mit Bade- und Einkehrpausen. Die Region ist flach, die Wege sind gut ausgebaut – ideal auch für Gelegenheitsradler. Alle Strecken, Karten-Tipps und unsere Lieblingsrunden ab Jabel finden Sie im Beitrag zu den Radwegen an der Müritz.
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Wohnwagen, Wohnmobil, Bulli & Zelt
Für bis zu 5 Personen
2–4 Personen, möbliert
Natur und Tiere: Safari auf Mecklenburgisch
Es gibt einen Moment, den fast jeder Müritz-Urlauber irgendwann erlebt: Man sitzt im Boot oder liegt am Strand, jemand zeigt nach oben – und dann kreist da tatsächlich ein Seeadler, zweieinhalb Meter Spannweite, völlig unbeeindruckt von seinem Publikum. Rund um die Müritz brüten diese Vögel in einer Dichte, die es sonst kaum irgendwo in Mitteleuropa gibt. Was anderswo eine Sensation wäre, ist hier fast Alltag. Fast.
Dazu kommt der Fischadler, der spektakulärste Jäger des Reviers: Er rüttelt über dem Wasser, klappt die Flügel an und schlägt im Sturzflug zu – wer das einmal gesehen hat, vergisst es nicht. Im Frühjahr und Herbst verwandelt dann der Vogelzug die Region: Kraniche und Wildgänse rasten zu Zehntausenden in den Mooren und auf den Feldern am Ostufer, und ihre Rufe tragen abends kilometerweit über das Wasser.
Unser Rat für alle, die davon mehr sehen wollen: früh aufstehen, Fernglas einpacken, lautlos mit dem Kanu los. Vom Wasser aus kommen Sie der Natur am nächsten, ohne sie zu stören – die Tiere nehmen ein Paddelboot erstaunlich gelassen. In den stillen Buchten blitzt dabei immer wieder das leuchtende Blau des Eisvogels auf, und wo alte Bäume am Ufer nagespuren tragen, ist der Biber nicht weit.
Der schönste Zeitpunkt für die Mecklenburg-Safari ist die Dämmerung – morgens wie abends. Dann kommt der See zur Ruhe, Fischotter gehen auf Jagd, und über dem Schilf beginnt das große Schauspiel aus Licht und Nebel. Nehmen Sie sich eine Thermoskanne mit und bleiben Sie einfach eine Stunde still sitzen. Mehr muss man gar nicht tun.
Der Geheimtipp: die Müritz von Jabel aus erleben
Jetzt ein ehrliches Wort: Direkt an der Müritz kann es im Hochsommer voll werden. Die Stellplätze in erster Reihe sind früh ausgebucht, an den bekannten Stränden liegt Handtuch an Handtuch, und im Hafen von Waren schiebt sich die Flaniermeile im Schritttempo voran. Das ist alles halb so wild – aber es geht eben auch anders.
Die Alternative heißt zweite Reihe: Der kleine Ort Jabel liegt am Jabelschen See, der über einen Kanal direkt mit dem Kölpinsee und damit mit der gesamten Seenkette der Müritz verbunden ist. Auf dem Wasser sind Sie also mittendrin im Revier – morgens in einer halben Stunde Paddelei im Kölpinsee, mit dem Motorboot flott auf der großen Müritz. An Land dagegen: Wald, ein langer Naturstrand und eine Ruhe, die man an den Hotspots lange suchen muss.
Bei Genuss-Ferien wohnen Sie dabei direkt am Ufer. Camper stehen auf dem Natur- und Strandcampingplatz teilweise so nah am Wasser, dass sie vom Frühstückstisch aus die Angel auswerfen könnten. Wer mit dem eigenen Boot anreist, macht in unserem Hafen mit über 47 Liegeplätzen fest – Strom und Wasser am Steg inklusive. Und für alle anderen stehen Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Jabel und Nossentin bereit.
SUPs, Kanus und führerscheinfreie Motorboote warten bei uns am Steg, Waren und Malchow sind in einer Viertelstunde erreicht – und abends gehört der Sonnenuntergang über dem See ganz Ihnen. Wer einmal erlebt hat, wie sich die Müritz-Region von der ruhigen Seite anfühlt, bucht die erste Reihe freiwillig nie wieder.
Unser Restaurant: Genuss mit Seeblick
Verweilen Sie auf unserer schönen Terrasse mit 120 Sitzplätzen und direktem Blick über den Jabelschen See sowie dem Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide. Wir bieten Ihnen eine ansprechende Getränkeauswahl, verschiede Caféspezialitäten, sowie kleine frische Speisen und eine Auswahl an verschiedenen Pizzen. Auch Kuchen und Torten bieten wir Ihnen.
120 Plätze mit Seeblick
Terrasse, Liegestühle
Lagerfeuer-Ecke
Frische Küche & Pizza
Regional, saisonal, ohne Tüte
Kaffee, hausgemachte Torten
Was Gäste sagen
Darauf sind wir stolz:
Mitten im Müritz-Revier – ohne den Trubel
Vom Jabelschen See führt ein Kanal direkt in den Kölpinsee und weiter in die große Müritz-Seenkette: Bei Genuss-Ferien starten Sie also mitten im Revier – Ihr Boot liegt im eigenen Hafen, SUPs und Kanus warten am Steg.
An Land dagegen: Wald, Naturstrand und Ruhe. Genau die Mischung, die einen Müritz-Urlaub perfekt macht.
- 1,5 Std.
- von Berlin
- 2 Std.
- von Hamburg
- Direkt
- am Jabelschen See
Häufig gestellte Fragen zur Müritz
Weitere Fragen?
Die Müritz ist mit rund 112 km² der größte See, der komplett innerhalb Deutschlands liegt. Ihr gesamtes Ostufer gehört zum Müritz-Nationalpark – diese Kombination aus Großsee und geschützter Wildnis ist in Europa eine echte Seltenheit.
Der bekannteste ist Waren (Müritz) mit Altstadt, Hafen und Müritzeum. Ruhiger und sehr idyllisch sind die Orte in der zweiten Reihe – zum Beispiel Jabel am Jabelschen See, von wo Sie über den Kanal direkt ins große Revier starten.
Eine Bootstour über den See, einen Sonnenaufgang am Nationalpark-Ufer, ein Fischbrötchen im Hafen von Waren und einmal die Runde mit dem Rad – die komplette Top-5-Liste finden Sie oben im Beitrag.
Der Müritz-Rundweg ist rund 90 Kilometer lang. Mit dem Rad schaffen Sportliche ihn an einem Tag, gemütlicher sind zwei Etappen. Zu Fuß planen Wanderer vier bis fünf Tage ein.
Ja – Motorboote bis 15 PS sind auf der Müritz und der gesamten Seenkette führerscheinfrei. Nach einer kurzen Einweisung legen Sie einfach ab; Leihboote gibt es bei unserem Wassersport-Verleih in Jabel.
Rund um den See gibt es viele Badestellen und Strände, etwa in Waren, Röbel oder Klink. Familien schätzen die flachen, ruhigen Naturstrände der Nachbarseen wie dem Jabelschen See – dort haben Sie oft ein ganzes Uferstück für sich.
Hecht, Barsch, Zander, Aal und die berühmte Müritz-Maräne. Angelkarten gibt es online und vor Ort – am schönsten angelt es sich vom Ruderboot in der Abenddämmerung, wenn der See ruhig wird.
Mit dem Boot über den Kanal vom Jabelschen See in den Kölpinsee und weiter durch die Seenkette – nach kurzer Fahrt öffnet sich die große Müritz. Mit dem Auto sind Sie in rund 15 Minuten in Waren.