Müritz-Nationalpark: Top 5 Erlebnisse zwischen Adlern und Kranichen

Schilfufer am Jabelschen See an der Müritz

Ein Seeadler segelt lautlos über die Baumkronen, im Moor ruft ein Kranich, und der Weg vor Ihnen verliert sich zwischen jahrhundertealten Buchen: Im Müritz-Nationalpark fühlt sich Deutschland plötzlich an wie Wildnis. Auf über 300 Quadratkilometern schützt der größte Landnationalpark des Landes eine Landschaft aus Wäldern, Mooren und mehr als 100 Seen – ein Refugium für Tiere, die anderswo längst verschwunden sind. Das Erstaunlichste daran: Diese Wildnis liegt keine 20 Autominuten von Jabel entfernt. Wir zeigen Ihnen die fünf Erlebnisse, die Ihren Nationalpark-Besuch unvergesslich machen – und verraten, wie Sie ihn am besten planen.

Top 5 Erlebnisse im Müritz-Nationalpark

1. Adler beobachten in Federow

Der kleine Ort Federow bei Waren ist das perfekte Eingangstor für Ihren ersten Besuch – und beherbergt eine Attraktion, die es so nur selten gibt: Im Informationszentrum blicken Sie per Live-Kamera direkt in ein besetztes Fischadler-Nest und beobachten, wie die Küken gefüttert werden. Draußen über den Wiesen jagen die Altvögel, oft gut mit bloßem Auge zu erkennen. Die Ranger vor Ort wissen außerdem immer, wo gerade etwas los ist – ob Kranichrast, Hirschbrunft oder ein neuer Biberbau. Fragen kostet nichts und lohnt sich fast immer.

2. Der Blick vom Käflingsbergturm

55 Meter über den Baumkronen: Der Aussichtsturm auf dem Käflingsberg ist der höchste Punkt weit und breit – und der Blick von oben erklärt die Region besser als jede Karte. Bis zum Horizont wogt ein Meer aus Wäldern, dazwischen blitzen die Seen, und im Westen glitzert die große Müritz. Der Aufstieg über die Stufen ist gut machbar und Teil vieler schöner Rad- und Wanderrouten durch den Park. Oben angekommen versteht man, warum die Mecklenburger ihre Heimat so unaufgeregt lieben: Von hier sieht sie schlicht grenzenlos aus.

3. Kraniche am Rederangsee

Es beginnt mit einem fernen Trompeten, dann füllen sich die Abendhimmel: Im Herbst wird der Rederangsee zum Schlafplatz für Zehntausende Kraniche, die in langen Ketten aus allen Richtungen einfliegen. Das Spektakel gehört zu den größten Naturschauspielen Deutschlands – und ist über geführte Abendexkursionen des Nationalparkamts aus nächster Nähe erlebbar. Die Plätze sind begehrt, buchen Sie früh. Aber auch ohne Führung lassen sich die „Vögel des Glücks“ im September und Oktober überall im Park beobachten, wie sie auf den abgeernteten Feldern Kraft für den Weiterflug tanken.

4. Urwald in Serrahn

Im östlichen Teil des Nationalparks, rund um das Dorf Serrahn, wachsen Buchenwälder, die seit Jahrzehnten sich selbst überlassen sind – umgestürzte Riesen bleiben liegen, Totholz wird zur Kinderstube neuen Lebens. Diese Ursprünglichkeit ist so selten geworden, dass die Serrahner Buchenwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurden, in einer Reihe mit dem Great Barrier Reef und dem Grand Canyon. Ein stiller, fast andächtiger Ort: Man geht automatisch langsamer, spricht leiser und begreift nebenbei, wie ein Wald aussieht, wenn der Mensch ihn einfach in Ruhe lässt.

5. Mit dem Rad durch den Park

Das Genialste am Müritz-Nationalpark ist seine Verkehrspolitik: Autos müssen draußen bleiben. Genau das macht ihn zum Radler-Paradies – auf den gut ausgeschilderten Wegen zwischen Federow, Speck und Boek begegnen Ihnen statt Motoren nur Vogelstimmen. Die Strecken sind flach bis sanft hügelig und auch für Familien gut zu fahren; unterwegs laden Beobachtungsstände und Badestellen zu Pausen ein. Wie Sie die Nationalpark-Runde mit anderen Touren kombinieren, lesen Sie in unserem Beitrag zu den Radwegen an der Müritz.

Urlaub am See

Camping, Miet-Wohnwagen & Hafen-Liegeplatz buchen

Miet-Wohnwagen mit Terrasse auf dem Campingplatz Jabel an der Müritz
Seeufer-Stellplatz

Wohnwagen, Wohnmobil, Bulli & Zelt

Stromanschluss Wasser am Platz Hund willkommen Sanitär neu
Camping mit Hund am Wohnmobil mit Lagerfeuer am Jabelschen See in Jabel
Miet-Wohnwagen

Für bis zu 5 Personen

möbliert komplett ausgestattet Haustiere erlaubt
Mietboote am Steg im Hafen an der Müritz in Jabel
Liegeplatz am Hafen

2–4 Personen, möbliert

Stromanschluss Wasseranschluss

Die Geschichte: vom Sperrgebiet zur Wildnis

Dass es den Müritz-Nationalpark überhaupt gibt, verdankt er einer der kurioseren Episoden der deutschen Geschichte. Gegründet wurde er 1990 – in den allerletzten Tagen der DDR, als eine Handvoll Naturschützer das legendäre Nationalparkprogramm buchstäblich in letzter Minute durch die Volkskammer brachte. Fünf Nationalparks auf einen Schlag, beschlossen von einem Staat, den es wenige Wochen später nicht mehr gab. Man kann das getrost einen Coup nennen.

Die Fläche selbst hatte da bereits eine ungewöhnliche Karriere hinter sich: Große Teile waren Staatsjagdrevier der DDR-Führung, andere militärisches Sperrgebiet. Für die Menschen hieß das jahrzehntelang Zutritt verboten – für die Natur bedeutete es unfreiwillige Schonzeit. Keine Bebauung, keine intensive Landwirtschaft, keine Straßen. Als die Schranken 1990 fielen, lag hinter ihnen eine Landschaft, wie sie im dicht besiedelten Deutschland eigentlich nicht mehr vorkam.

Seitdem arbeitet der Park daran, aus der Schonzeit echte Wildnis zu machen: Trockengelegte Moore wurden wiedervernässt, Nadelholzplantagen weichen Schritt für Schritt naturnahen Mischwäldern, und die Adler kehrten zurück, als hätten sie nur gewartet. Für Besucher heißt das: Sie erleben hier eine Landschaft, die mit jedem Jahr wilder wird statt zahmer – ein Prozess, den man in Deutschland sonst kaum irgendwo beobachten kann.

Welche Tiere gibt es im Müritz-Nationalpark?

Die Stars des Parks fliegen: See- und Fischadler brüten hier in einer Dichte, die europaweit ihresgleichen sucht – nirgendwo in Deutschland stehen die Chancen besser, die mächtigen Greifvögel in freier Wildbahn zu erleben. Der Seeadler, mit bis zu zweieinhalb Metern Spannweite Deutschlands größter Greifvogel, patrouilliert über den Seen; der kleinere Fischadler liefert die Show, wenn er sich im Sturzflug ins Wasser stürzt und mit zappelnder Beute wieder aufsteigt.

Doch der Park hat mehr Bewohner als seine Wappentiere. In den Wäldern röhren im Herbst die Rothirsche, an den Ufern bauen Biber ihre Burgen, Fischotter jagen in der Dämmerung, und in den Mooren balzen im Frühjahr Kraniche. Dazu kommen Eisvögel, Rohrdommeln, Schwarzstörche und im Sommer ein Flirren seltener Libellen über den Mooraugen – Artenvielfalt, wie sie nur entstehen kann, wo der Mensch sich konsequent zurücknimmt.

Die besten Beobachtungen gelingen früh morgens oder in der Abenddämmerung von den ausgewiesenen Beobachtungsständen aus – ein Fernglas gehört ins Gepäck wie die Wasserflasche. Und eine Bitte im Sinne der Tiere: Bleiben Sie auf den Wegen. Der Park ist so wild, weil sich alle daran halten. Die Belohnung sind Begegnungen, die kein Zoo der Welt bieten kann – und die Gewissheit, dabei niemanden gestört zu haben.

Unser Tipp: die perfekte Nationalpark-Tour ab Jabel

So sieht unser Lieblingstag im Park aus: Sie starten morgens mit dem Rad in Jabel und rollen über ruhige Wege nach Waren – dort lohnt ein kurzer Stopp am Hafen, ehe es weiter nach Federow geht. Im Informationszentrum erst die Fischadler-Kamera checken, dann bei den Rangern nach den aktuellen Beobachtungstipps fragen. Die wissen, was gerade fliegt, röhrt oder rastet.

Von Federow führt der Weg autofreier hinein in den Park, Richtung Käflingsbergturm. Oben: Brotzeit mit dem besten Panorama Mecklenburgs. Danach rollen Sie über die Waldwege gen Süden oder zurück Richtung Müritzufer – und spätestens jetzt macht sich bezahlt, dass Badesachen im Gepäck sind, denn die Badestellen im Park gehören zu den schönsten der Region.

Wer lieber wandert, parkt direkt am Eingang Federow oder Boek und nimmt sich einen der Rundwege vor – von der Stunde bis zum ganzen Tag ist alles dabei. Der Eintritt in den Park ist übrigens frei; bezahlt werden nur Parkplätze und geführte Touren. Aktuelle Karten, Veranstaltungen und die begehrten Kranich-Termine finden Sie beim Nationalparkamt unter mueritz-nationalpark.de.

Noch ein Praxistipp aus Erfahrung: Nehmen Sie mehr Zeit mit, als der Plan vorsieht. Der Park hat die Angewohnheit, Zeitpläne zu sprengen – mal ist es ein Adler über der Lichtung, mal ein Reh am Wegrand, mal einfach eine Bank mit Seeblick, von der man nicht mehr aufstehen will.

Übernachten am Nationalpark: Basislager Jabel

Für Nationalpark-Entdecker ist Jabel ein nahezu idealer Stützpunkt – und das sagen wir nicht nur, weil wir hier wohnen. Unser Natur- und Strandcampingplatz am Jabelschen See liegt selbst mitten im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide: Sie übernachten also bereits im Grünen, bevor der Nationalpark überhaupt beginnt, mit Adlern über dem See und Wald bis ans Ufer.

Bis zum Eingang Federow sind es rund 20 Autominuten oder eine schöne Radtour über Waren. Sie können den Park also bequem als Tagesausflug erkunden – und abends wieder am eigenen Strand sitzen, statt sich ein Quartier im Parkumfeld teilen zu müssen. Nach einem Tag zwischen Adlern und Kranichen gibt es ohnehin kaum etwas Besseres als einen Sprung in den See und ein Abendessen auf der Restaurant-Terrasse.

Untergebracht sind Sie dabei ganz nach Geschmack: im Zelt oder Wohnmobil am Wasser, im komfortablen Miet-Wohnwagen oder in einer unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Jabel und Nossentin. Und wer das Naturerlebnis lieber vom Wasser aus fortsetzt: Das Kanu vom Verleih liegt direkt am Steg bereit – der Kölpinsee mit dem Wisentreservat wartet gleich gegenüber.

Unser Restaurant: Genuss mit Seeblick

Verweilen Sie auf unserer schönen Terrasse mit 120 Sitzplätzen und direktem Blick über den Jabelschen See sowie dem Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide. Wir bieten Ihnen eine ansprechende Getränkeauswahl, verschiede Caféspezialitäten, sowie kleine frische Speisen und eine Auswahl an verschiedenen Pizzen. Auch Kuchen und Torten bieten wir Ihnen.

120 Plätze mit Seeblick

Terrasse, Liegestühle

Lagerfeuer-Ecke

Frische Küche & Pizza

Regional, saisonal, ohne Tüte

Kaffee, hausgemachte Torten

Frisch gebackene Pizza im Restaurant am See an der Müritz in Jabel
Genuss-Ferien – Restaurant & Café am See in Jabel an der Müritz
Reviews

Was Gäste sagen

4.7

aus über 1700 Bewertungen

„Wir hatten zwei wunderschöne Wochen auf diesem Campingplatz und haben unseren Urlaub sehr genossen. Der Stellplatz mit Seeblick war einfach traumhaft – jeden Tag mit dieser Aussicht aufzuwachen war etwas Besonderes.“

Anja Heinemann

„Ein sehr schöner Platz in toller Lage am See. Die Sanitäranlagen sind neu und sehr sauber. Das Restaurant mit guter Aussicht von der Terrasse hat leckeres Essen.“

Dagmar Asmussen

„Wer ruhig stehen will, etwas abseits des Trubels, sollte hierher kommen. Selten ruhigeren Campingplatz gehabt. Und einen kleinen Hafen, wo man Boote leihen kann, gibt es auch.“

Wolfgang Hirschle

„Wir haben zwei Nächte in einem Mietwohnwagen auf dem Campingplatz Genuss-Ferien in Jabel verbracht und waren rundum zufrieden.“

Lisa Petz

„Ein super Campingplatz. Wir waren super happy mit unserem Stellplatz direkt am Wasser. Mehr Entspannung geht nicht. Es war alles sehr gepflegt, die Toiletten immer sauber.“

Helen Preller

Darauf sind wir stolz:

Ihr Quartier am Rande der Wildnis

Genuss-Ferien liegt selbst mitten im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide – zum Nationalpark-Eingang Federow sind es nur rund 20 Minuten. Morgens Adler und Kraniche, abends ein Sprung in den Jabelschen See: näher kommen Übernachten und Wildnis selten zusammen.

Gezeltet, gecampt oder im Ferienhaus gewohnt wird direkt am Ufer – die Radtour in den Park startet vor der Tür.

Am Heidenfriedhof 01, 17194 Jabel
039929 – 76712 rezeption@genuss-ferien.de
1,5 Std.
von Berlin
2 Std.
von Hamburg
Direkt
am Jabelschen See
FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Müritz-Nationalpark

Gastgeber der Genuss-Ferien in Jabel an der Müritz

Weitere Fragen?

Sie planen Ihren Besuch im Müritz-Nationalpark und haben noch Fragen? Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns – wir geben unsere besten Ranger-Tipps gerne weiter.

Wälder, Moore, über 100 Seen, Aussichtstürme und Beobachtungsstände – dazu Seeadler, Fischadler, Kraniche und Rothirsche. Die Highlights sind Federow mit der Fischadler-Kamera, der Käflingsbergturm, der Rederangsee und die UNESCO-Urwälder von Serrahn.

Neben See- und Fischadlern leben hier Kraniche, Biber, Fischotter, Rothirsche und viele seltene Wasservögel. Der Park ist eines der wichtigsten Adler-Brutgebiete Mitteleuropas – die Chancen auf eine Sichtung stehen hervorragend.

Nein, der Eintritt ist frei. Kosten fallen nur für die Parkplätze an den Eingängen und für geführte Touren an – etwa die beliebten Kranich-Exkursionen im Herbst.

Nein, der Park ist weitgehend autofrei – und genau das macht ihn so besonders. Sie parken an den Eingängen wie Federow oder Boek und sind zu Fuß, mit dem Rad oder der Nationalpark-Buslinie unterwegs.

Die beste Zeit ist von September bis Anfang November, wenn Zehntausende Kraniche am Rederangsee rasten. Die abendlichen Einflüge sind das große Spektakel – geführte Beobachtungen bucht man am besten früh.

Ja – kurze Rundwege, die Fischadler-Kamera in Federow und Beobachtungstürme machen den Park auch für kleine Entdecker spannend. Mit dem Rad geht es für Familien am einfachsten, unterwegs locken Badestellen.

Von Jabel und Waren aus ist Federow der nächstgelegene Eingang mit Informationszentrum und Fischadler-Kamera. Wer die östlichen Urwälder von Serrahn sehen will, startet besser in Neustrelitz.

Rund 20 Minuten mit dem Auto bis zum Eingang Federow – oder eine schöne Radtour über Waren (Müritz) mit Einkehr am Stadthafen. Jabel ist damit das perfekte ruhige Basislager.

This site is registered on wpml.org as a development site. Switch to a production site key to remove this banner.