Mecklenburgische Seenplatte: Urlaub im Land der 1.000 Seen
Stellen Sie sich vor: Sie gleiten frühmorgens mit dem Kanu über spiegelglattes Wasser, ein Seeadler zieht lautlos seine Kreise, und bis zum Horizont gibt es nichts als Wald, Schilf und glitzernde Seen. Willkommen an der Mecklenburgischen Seenplatte, dem größten zusammenhängenden Seengebiet Mitteleuropas. Über 1.000 Seen liegen hier zwischen Schwerin und der Uckermark – viele davon durch Flüsse und Kanäle so verbunden, dass Sie tage- und wochenlang von See zu See reisen können, ohne je an Land zu müssen. Wer einmal hier war, versteht, warum schon Fritz Reuter schwärmte: „Das Paradies muss hier gelegen haben.“ In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die fünf Erlebnisse, die zu jedem Seenplatte-Urlaub gehören – und verraten, von wo aus Sie alle bequem erreichen.
Die Top 5 Erlebnisse an der Mecklenburgischen Seenplatte
1. Die Müritz – Deutschlands größter Binnensee
Das „kleine Meer“, wie die Slawen sie nannten, ist mit rund 112 Quadratkilometern der größte See, der vollständig innerhalb Deutschlands liegt – und das Herz der gesamten Region. Auf dem Wasser teilen sich Segler, Hausboot-Kapitäne und Ausflugsdampfer die Weite, am Ostufer beginnt die Wildnis des Nationalparks, und abends färben Sonnenuntergänge den See in Kupfertöne, für die allein sich die Anreise lohnt. Über die Seenkette aus Kölpinsee, Fleesensee und Plauer See schippern oder paddeln Sie von hier theoretisch bis nach Berlin. Alles Wichtige über den großen See lesen Sie in unserem Beitrag zur Müritz und ihrer Seenkette.
2. Der Müritz-Nationalpark
Östlich der Müritz schützt der größte Landnationalpark Deutschlands über 300 Quadratkilometer Wälder, Moore und mehr als 100 Seen – eine Landschaft, die so wild ist, dass Teile davon zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Hier brüten See- und Fischadler in einer Dichte wie kaum irgendwo sonst in Mitteleuropa, im Herbst rasten Zehntausende Kraniche am Rederangsee, und autofreie Wege machen den Park zum Paradies für Radfahrer und Wanderer. Ein Tag reicht kaum, um alles zu sehen – die Highlights von der Fischadler-Kamera bis zum Käflingsbergturm haben wir im Beitrag zum Müritz-Nationalpark zusammengestellt.
3. Waren (Müritz) – die heimliche Hauptstadt
Wenn die Seenplatte eine Hauptstadt hat, dann Waren: Der Luftkurort am Nordufer der Müritz verbindet Hafenflair mit Altstadt-Gemütlichkeit. An der Promenade legen Ausflugsschiffe ab, in den Fachwerkgassen locken kleine Läden und Cafés, und im Müritzeum schwimmen Maränenschwärme durch Deutschlands größte Süßwasser-Aquarienlandschaft – der perfekte Regentag-Tipp. Dazu kommen Stadtstrände, an denen Sie den Bummel mit einem Sprung in die Müritz abschließen. Was Sie an einem Tag alles schaffen, verrät unser Guide zu den Sehenswürdigkeiten in Waren (Müritz).
4. Wisente auf dem Damerower Werder
Es gibt nicht viele Orte in Deutschland, an denen Sie Europas größten Landsäugetieren gegenüberstehen können – die Halbinsel Damerower Werder im Kölpinsee ist einer davon. Seit 1957 leben hier Wisente, bis zu eine Tonne schwere Urrinder, die einst fast ausgestorben waren. Bei der täglichen Schaufütterung kommen die Kolosse bis auf wenige Meter an die Besucherplattform – ein Gänsehautmoment für Groß und Klein. Das Beste: Sie erreichen das Reservat sogar mit dem Kanu. Alle Tipps im Beitrag zum Wisentreservat Damerower Werder.
5. Inselstadt Malchow & Affenwald
Eine komplette Altstadt auf einer Insel im See, verbunden durch eine Drehbrücke, die sich stündlich für Boote öffnet: Malchow gehört zu den charmantesten Orten der Seenplatte. Dazu kommt am Ortsrand ein Ausflugsziel, das Kinderaugen garantiert zum Leuchten bringt – der Affenwald, in dem Sie mitten durch das Gehege einer Berberaffen-Großfamilie spazieren, plus Sommerrodelbahn für den Adrenalinkick danach. Zusammen ergibt das den perfekten Familientag. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Affenwald Malchow.
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Wohnwagen, Wohnmobil, Bulli & Zelt
Für bis zu 5 Personen
2–4 Personen, möbliert
Hausboot, Kanutour oder SUP: das Wasser gehört Ihnen
Was die Seenplatte von jeder anderen Urlaubsregion in Deutschland unterscheidet, begreift man am besten mit einer Karte in der Hand: Fast alle großen Seen hängen zusammen. Die Müritz geht in den Kölpinsee über, der Kölpinsee in den Fleesensee, dahinter warten der Plauer See und ein Netz aus Kanälen, das sich bis Berlin und zur Ostsee spannt. Das ist kein Werbetext, das ist Geografie – und sie macht aus der Region ein einziges riesiges Wasserrevier.
Entsprechend beliebt ist der Hausboot-Urlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte: führerscheinfrei bis 15 PS, mit Anlegern in fast jedem Ort und der Freiheit, jeden Abend in einer anderen Bucht aufzuwachen. Morgens weckt Sie das Klatschen kleiner Wellen gegen den Rumpf, abends grillen Sie an Deck, während die Sonne im See versinkt. Viele, die es einmal probiert haben, planen schon auf der Rückfahrt den nächsten Törn.
Es muss aber gar nicht gleich das Hausboot sein. Eine Kanutour durch die stillen Kanäle zwischen Jabelschem See und Kölpinsee hat ihren ganz eigenen Zauber – man hört nur das Eintauchen des Paddels, irgendwo ruft ein Kranich, und hinter jeder Schilfkante kann ein Eisvogel sitzen. Auch SUP-Fahrer finden hier ideale Bedingungen: geschützte Buchten, wenig Wellen, viel zu gucken. Das Equipment leihen Sie einfach vor Ort, zum Beispiel bei unserem Wassersport-Verleih in Jabel – stundenweise oder für den ganzen Tag.
Und dann wären da noch die Angler. Hecht, Barsch, Zander und die feine Müritz-Maräne sind in den Seen zu Hause, Angelkarten gibt es unkompliziert online. Unser Favorit: die Abendrunde mit dem Ruderboot, wenn der Wind einschläft und der See glatt wie poliert daliegt. Ob dabei ein Fisch herausspringt oder nicht, ist dann fast schon Nebensache.
Unsere Empfehlung: die perfekte 3-Tage-Route
Drei Tage sind natürlich zu kurz für tausend Seen – aber genug für einen Vorgeschmack, der Lust auf mehr macht. Wir würden es so angehen: Der erste Tag gehört dem Wasser. Morgens steigen Sie in Jabel ins Kanu, paddeln durch den Kanal in den Kölpinsee und folgen dem bewaldeten Ufer der Halbinsel Damerower Werder. Mit etwas Glück sehen Sie dabei nicht nur Adler, sondern auch einen Wisent zwischen den Bäumen. Mittags Picknick in einer Bucht, nachmittags zurück – und dann einfach nur noch Strand.
Am zweiten Tag satteln Sie um aufs Rad. Die Tour nach Waren führt über ruhige Wege und den Radfernweg Berlin–Kopenhagen; in der Stadt warten Müritzeum, Altstadtbummel und das verdiente Fischbrötchen am Hafen. Wer noch Puste hat, hängt den Abstecher zur Fischadler-Kamera nach Federow an. Zurück geht es gemütlich am Nachmittag, gern mit Badestopp unterwegs.
Tag drei ist Familientag – oder einfach der Tag fürs Vergnügen: vormittags Affenwald und Sommerrodelbahn in Malchow, danach Eis am Hafen der Inselstadt und das kleine Schauspiel der Drehbrücke, die sich zur vollen Stunde öffnet. Den Rest des Tages regelt der See von allein: baden, dösen, grillen, staunen. Wenn Sie abends nicht ein bisschen wehmütig an die Abreise denken, haben wir etwas falsch gemacht.
Die beste Reisezeit für die Mecklenburgische Seenplatte
Die kurze Antwort: von Mai bis September. Dann hat das Wasser Badetemperatur, die Abende sind lang und hell, und sämtliche Ausflugsziele, Bootsverleihe und Strandbars haben geöffnet. Der Hochsommer ist die lebhafteste Zeit – Juli und August bringen das meiste Leben an die Strände und die meisten Boote aufs Wasser.
Wer es ruhiger mag, nimmt Juni oder September. Das Wasser ist dann immer noch angenehm, aber an den Badestellen finden Sie problemlos ein freies Plätzchen, und auf den Radwegen haben Sie ganze Abschnitte für sich. Auch preislich sind die Randmonate entspannter – viele Unterkünfte, unsere übrigens auch, sind dann günstiger als in der Hauptsaison.
Und dann gibt es noch die Geheimtipp-Zeiten, die kaum jemand auf dem Zettel hat. Im April erwacht die Region: erste warme Tage, Adlerbalz über den Seen, überall Vogelzug. Im Oktober leuchten die Buchenwälder golden, morgens liegt Nebel über dem Wasser, und Zehntausende Kraniche ziehen trompetend über den Himmel. Der Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte hat dann eine Stille, die man im Sommer vergeblich sucht. Wir geben zu: Der Herbst ist unsere Lieblingszeit.
Übernachten mitten im Seenparadies: in Jabel am See
Zum Schluss der vielleicht wichtigste Tipp – und ja, jetzt kommt der Teil, in dem wir für unser eigenes Zuhause schwärmen: Wählen Sie Ihren Standort clever. Die bekannten Orte direkt an der Müritz sind wunderbar, aber im Sommer entsprechend voll und früh ausgebucht. Die Alternative heißt zweite Reihe – und dort liegt Jabel.
Das kleine Dorf am Jabelschen See sitzt genau zwischen Malchow und Waren, mitten im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Alle fünf Top-Erlebnisse dieses Beitrags erreichen Sie in maximal 25 Minuten, die meisten in zehn. Gleichzeitig wohnen Sie herrlich ruhig: Wald bis ans Ufer, ein langer Naturstrand, abends Froschkonzert statt Verkehrslärm – und über den Kanal geht es mit dem Boot direkt ins große Revier.
Bei Genuss-Ferien übernachten Sie dabei so, wie es zu Ihnen passt: auf dem Natur- und Strandcampingplatz mit Stellplätzen direkt am Wasser, im komfortabel ausgestatteten Miet-Wohnwagen oder in einer unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Jabel und Nossentin – vom Doppel für zwei bis zum Gruppenhaus für 28 Personen mit Sauna und Eventraum.
Boote, SUPs und Fahrräder leihen Sie direkt am Steg, das eigene Boot macht in unserem Hafen fest, und der Tag endet standesgemäß auf der Restaurant-Terrasse mit Seeblick. Hier geht’s zu Ihrem Platz am See – wir freuen uns auf Sie.
Unser Restaurant: Genuss mit Seeblick
Verweilen Sie auf unserer schönen Terrasse mit 120 Sitzplätzen und direktem Blick über den Jabelschen See sowie dem Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide. Wir bieten Ihnen eine ansprechende Getränkeauswahl, verschiede Caféspezialitäten, sowie kleine frische Speisen und eine Auswahl an verschiedenen Pizzen. Auch Kuchen und Torten bieten wir Ihnen.
120 Plätze mit Seeblick
Terrasse, Liegestühle
Lagerfeuer-Ecke
Frische Küche & Pizza
Regional, saisonal, ohne Tüte
Kaffee, hausgemachte Torten
Was Gäste sagen
Darauf sind wir stolz:
Ihr Basislager im Land der 1.000 Seen
Von Jabel aus erkunden Sie die Mecklenburgische Seenplatte in alle Richtungen: Seen, Wälder und kleine Städte liegen direkt vor der Tür. Genuss-Ferien am Jabelschen See ist Ihr idealer Ausgangspunkt für Ausflüge an der Müritz.
- 1,5 Std.
- von Berlin
- 2 Std.
- von Hamburg
- Direkt
- am Jabelschen See
Häufig gestellte Fragen zur Mecklenburgischen Seenplatte
Weitere Fragen?
Je nach Zählweise sind es über 1.000 Seen – vom riesigen Müritzsee bis zum kleinen Waldsee. Viele davon sind durch Flüsse und Kanäle verbunden und lassen sich mit dem Boot durchgängig befahren, was die Region europaweit einzigartig macht.
Die Müritz ist der bekannteste und größte See. Wer es ruhiger mag, findet an kleineren Gewässern wie dem Jabelschen See oder dem Kölpinsee oft die idyllischeren Ufer – Natur pur statt Trubel, mit Adlern statt Ausflugsdampfern.
Die Hauptsaison läuft von Mai bis September mit Badewetter und langen Abenden. Für Naturbeobachtungen sind Frühjahr und Herbst ideal – dann rasten zum Beispiel Zehntausende Kraniche in der Region und die Wälder leuchten golden.
Paddeln, Boot fahren, baden, radeln, wandern, angeln und Tiere beobachten – dazu Ausflüge nach Waren (Müritz), in die Inselstadt Malchow, zum Affenwald oder ins Wisentreservat. Die Top 5 finden Sie oben im Beitrag.
Waren (Müritz) gilt als schönster größerer Ort mit Hafen und Altstadt. Echte Geheimtipps sind die kleinen Dörfer am Wasser wie Jabel – ruhig gelegen und trotzdem mitten im Geschehen.
Ja – Motorboote bis 15 PS dürfen Sie auf den meisten Gewässern der Seenplatte führerscheinfrei fahren. Leihboote gibt es zum Beispiel bei unserem Wassersport-Verleih direkt am Steg in Jabel.
Sehr gut sogar: endlose Wälder und Wiesen, hundefreundliche Unterkünfte und viel Platz. Bei Genuss-Ferien gibt es sogar einen eigenen Hundebadestrand, an dem Ihr Vierbeiner planschen darf.
Absolut: flache Naturstrände, Tretboote, der Affenwald mit Sommerrodelbahn in Malchow, das Müritzeum in Waren und die Wisent-Fütterung auf dem Damerower Werder – alles mit kurzen Wegen von Jabel aus.